Nils Bühler – Blog
Auf diesem Blog teile ich Neuigkeiten und Erfahrungen zu meinen Tätigkeiten. Das Blog bedient drei Interessen: Erstens berichte ich über Neuigkeiten zu meiner Forschung, also über Publikationen, Vorträge oder Projekte. Zweitens schreibe ich über effektives Wissensmanagement für Forschende, also über Erfahrungen mit Workflows, Programmen oder Strategien. Und drittens berichte ich über meine Erfahrungen in der Nutzung von Linux für die geisteswissenschaftliche Forschung.
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Neueste Blogposts
Was muss ein guter Forschungs-Workflow leisten?
In einer Dissertation oder anderen wissenschaftlichen Arbeiten ist ein Quellenverzeichnis mit 300 Einträgen keine Seltenheit. Darin unsichtbar sind zahllose weitere Informationsquellen: weitere Literatur, nicht einzeln aufgezählte Primärquellen, Tagungsnotizen und Feedback von Kolleg:innen. Eine zentrale Aufgabe bei der Erstellung einer Doktorarbeit oder beim Schreiben eines wissenschaftlichen Artikels ist, all diese einzelnen Dinge miteinander produktiv in Bezug zu setzen. Man kann das mit Stift und Papier, Aktenordnern, einzelnen Word-Dateien und markierten PDFs meistern. Viele erfolgreiche Wissenschafter:innen machen das so. Eigentlich sind diese Probleme aber ein idealer Anwendungsfall für digitale Lösungen: Was man braucht, ist ein System von Notizen, das flexibel an komplexe Projekte anpassbar ist, das die einzelnen Elemente miteinander verlinken kann, das schnell durchsuchbar ist und das einem repetitive Aufgaben automatisiert abnimmt. In diesem Blogbeitrag will ich deutlich machen, warum es sich lohnt, etwas Zeit in die Optimierung des eigenen Workflows und eines produktiven Notizsystems zu stecken.
Texte Schreiben mit Markdown
Viele Menschen suchen gerade nach Alternativen für Microsoft Office Word. Die naheliegendste Option scheint der LibreOffice Writer zu sein: Er macht quasi dasselbe, nur eben ohne die ganzen unnötigen (und überwachenden) Funktionen und den Lizenzzwang von Word. Zum Dokumenterstellen und -formatieren, für das Versehen mit Zitationen und das Einfügen von Bildern eignet sich der LibreOffice Writer genauso wie die Software von Microsoft. Wenn man aber schon mit dem Gedanken spielt, zu wechseln – warum sollte man dann nicht auch mal seine Arbeitsweise überdenken? In diesem Post will ich eine andere Möglichkeit vorstellen: Texte Schreiben mit dem Markdown-Editor Zettlr.
Beitrag in AKGWDS-Jubiläumsband
Der Arbeitskreis Geisteswissenschaften und Digitale Spiele (AKGWDS) wird 10 Jahre alt und bringt zu diesem Anlass einen Jubiläumssammelband heraus. Der Band blickt auf die Geschichte des Arbeitskreises zurück und setzt sich mit seinen wichtigsten Themen noch einmal reflektierend auseinander. Ich wurde eingeladen, mich mit dem Verhältnis von Geschichte und digitalen Spielen auseinanderzusetzen und dabei auf die Debattengeschichte des AKGWDS zu blicken: Welche Rolle spielten dort das Spiel in der Geschichte, die Geschichte von Spielen und die Geschichte von Spielkontexten? Der Artikel ist jetzt als Beitrag im AKGWDS-Blog verfügbar.
Linux für die Geisteswissenschaften?
Seit etwa vier Jahren nutze ich ausschließlich Linux. Anfangs hat das manchmal Irritationen ausgelöst: Die etwas andere Oberfläche sah weder aus wie Windows noch wie Mac. Inzwischen ist das anders. Leute fragen mich, ob das Linux sei und wie sich das so bewährt. Seitdem die Diskussion um digitale Souveränität so richtig Schwung genommen hat, ist das Interesse noch größer geworden. Um anderen einen besseren Eindruck zu vermitteln, was ein Wechsel zu Linux so mit sich bringt, berichte ich hier in den kommenden Wochen von meinen Erfahrungen. Hier zuerst eine kleine Übersicht.
Beitrag in Sammelband zu Spielgeschichte(n)
Soeben ist bei transcript der Tagungsband Spielgeschichte(n): Games und Game Studies in medienkulturgeschichtlicher Perspektive erschienen. In meinem Beitrag bespreche ich den Gründungsmythos der Game Studies, laut dem sich vor 2001 (dem selbsterklärten Gründungsjahr der Game Studies) Forschung und Gesellschaft nicht ernsthaft und unvoreingenommen mit digitalen Spielen auseinandergesetzt hätten. Ich diskutiere die Funktion, die dieser Mythos für die Game Studies hatte und zum Teil auch noch hat, und lege dar, inwiefern es sich um einen Mythos handelt.